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Höfken: Flurbereinigung in Lissingen steigert Wertschöpfung und Lebensqualität

„Von der Neuordnung der Grundstücke profitieren Land- und Forstwirte, die ihre Flächen nun besser bewirtschaften können. Verbessert wurde aber auch die Lebensqualität der Menschen insgesamt“, sagte Landwirtschaft- und Umweltministerin Ulrike Höfken bei der Feier zum Abschluss des Flurbereinigungsverfahrens im Gerolsteiner Stadtteil Lissingen.

„Von der Neuordnung der Grundstücke profitieren Land- und Forstwirte, die ihre Flächen nun besser bewirtschaften können. Verbessert wurde aber auch die Lebensqualität der Menschen insgesamt“, sagte Landwirtschaft- und Umweltministerin Ulrike Höfken bei der Feier zum Abschluss des Flurbereinigungsverfahrens im Gerolsteiner Stadtteil Lissingen. Sie bedankte sich bei der Eigentümergemeinschaft, der Kommune sowie den Mitarbeitern des Dienstleistungszentrums Ländlicher Raum Eifel für den langen Atem – 14 Jahre lang hat das Verfahren gedauert. „Ich denke, es hat sich für alle Seiten gelohnt, insbesondere auch für die Natur dieser schönen Eifellandschaft und damit für den Tourismus“, sagte Höfken.

Im Rahmen des Flurbereinigungsverfahrens wurde die Anzahl der Flurstücke in Lissingen von rund 2100 auf 600 reduziert, so dass größere und damit wirtschaftlichere Flächen entstanden sind. Waldstücke wurden zugänglich und damit bewirtschaftbar gemacht. Zum natürlichen Hochwasserschutz wurde entlang der Kyll und der Oos das Ufer auf einer Fläche von 23 Hektar gesichert. Auch Lebensräume seltener Tier- und Pflanzenarten wurden geschützt. „Ganz besonders freue ich mich darüber, dass der Konflikt um den Lavaabbau am Wöllersberg gelöst werden konnte und die markante Felskulisse erhalten bleibt“, betonte Höfken.

Ziel der Bodenordnung in Rheinland-Pfalz sei es, wertvolle Kulturlandschaften und lebenswerte Dörfer zu erhalten und damit die Attraktivität der ländlichen Regionen zu steigern. „Mit der Flurbereinigung schaffen wir die Voraussetzung für Arbeitsplätze und Wertschöpfung auf dem Land, zudem setzen wir Impulse für Eigeninitiativen der Bürger und deren Identifikation mit der Heimat“, erklärte die Ministerin. Sie wies darauf hin, dass die Landesregierung aufgrund der Schuldenbremse die förderfähigen Kosten bei Flurbereinigungsverfahren reduzieren musste. Die Einleitung eines Verfahrens werde künftig vom überwiegenden Einverständnis der Grundstückeigentümer abhängig gemacht: „Damit lenken wir die knappen finanziellen Mittel dorthin, wo die Akzeptanz am größten ist.“ 

Die Kosten des Verfahrens in Lissingen in Höhe von fast 1,2 Millionen Euro tragen zum Großteil die EU, der Bund und das Land. Die Eigentümer steuerten rund 14 Prozent bei. „Das Geld ist gut investiert, denn wir wissen, dass der Nutzen der Flurbereinigung ein Vielfaches beträgt“, sagte Höfken. Zu diesem Ergebnis sei auch die Münchner Wissenschaftlerin Arabella Hinz gekommen, die ihre Doktorarbeit unter anderem der Waldflurbereinigung in Lissingen gewidmet habe.

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