Giftinformation

Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; allein die Dosis machts, dass ein Ding kein Gift sei.

Paracelsus, In: Septem Defensiones 1538. Werke Bd. 2, Darmstadt 1965, S. 510

Giftberatung und -behandlung ist nach den Bestimmungen des Chemikaliengesetzes eine Aufgabe der Bundesländer, die aufgefordert sind, Informations- und Behandlungszentren für Vergiftungen zu benennen.

Beratung bei Vergiftungen

Das Mainzer Giftinformationszentrum (GIZ Mainz) ist unter 06131/19240 rund um die Uhr für jedermann erreichbar.

Egal, ob ein Kleinkind gerade eine unbekannte Beere gegessen oder einen Schluck aus der Spülmittelflasche getrunken hat oder ob ein Betriebsunfall mit Chemikalien stattgefunden hat, beim Mainzer Giftinformationszentrum kann jeder rasch die richtige Beratung einholen. Das GIZ Mainz berät für die Bevölkerung kostenlos rund um die Uhr und an 365 Tagen im Jahr bei Verdacht, in Notfällen und bei chronischen Vergiftungen. Die Beratungen erfolgen überwiegend telefonisch, aber auch schriftlich und übers Internet. Sie umfassen Verhaltens- und Behandlungsmaßregeln bei Gifteinwirkungen aller Art, allgemeine Informationen über bestimmte Stoffe, sowie Vorschläge zur Erkennung und Verhütung von Vergiftungen. Das GIZ Mainz berät auch bei Vergiftungen von Tieren. Das GIZ Mainz ist eines von 8 deutschen Zentren. Es ist das offizielle Giftinformationszentrum der Länder Rheinland-Pfalz und Hessen und wird von beiden Ländern anteilig finanziert. Das GIZ Mainz befindet sich in der Universitätsmedizin Mainz und bildet mit der internistischen Intensivstation eine logistische und teilweise auch personelle Einheit. Erfahrene Ärztinnen und Ärzten stehen für Beratungen im Vergiftungsfall zur Verfügung und werden von Chemikern, Biologen und Pharmazeuten unterstützt.

Das Giftinformationszentrum Mainz ist unter 06131/19240 (Notruf) oder 06131/232466 (Anfragen) erreichbar und unter http://www.giftinfo.uni-mainz.de im Internet präsent.

Das GIZ Mainz warnt und klärt auf

Die bei der Giftberatung gewonnenen Erkenntnisse der Giftinformationszentralen werden dokumentiert und ausgewertet. Ziel ist es, schnell zu erkennen, welche Stoffe oder Zubereitungen für den Menschen gefährlich sein können wodurch ein Frühwarnsystem für gefährliche Stoffe möglich ist. Auch die Verbraucher sind aufgefordert beim Umgang mit gefährlichen Stoffen und Gemischen auf Warnhinweise, Sicherheitsratschläge und Aufbewahrungsempfehlungen zu achten. Kommt es dennoch zu einer Vergiftung oder nur zum Verdacht einer Vergiftung, ist unverzüglich Rat beim Hausarzt oder durch Anruf beim Giftinformationszentrum einzuholen.