| Pilotprojekt Weinbergsdrohne

Weinbauministerin Höfken: Unbemannter Kleinhubschrauber leistet wertvollen Beitrag zum Erhalt des Steillagenweinbaus im Land

Weinbauministerin Ulrike Höfken informierte sich über Entwicklungsstand, Einsatzmöglichkeiten und Wirkungsweise eines unbemannten Kleinhubschraubers im Rebschutz.

In Neumagen-Dhron an der Mosel hat sich die rheinland-pfälzische Weinbauministerin Ulrike Höfken heute über Entwicklungsstand, Einsatzmöglichkeiten und Wirkungsweise eines unbemannten Kleinhubschraubers im Rebschutz informiert. „Wir wollen mit diesem einzigartigen Pilotprojekt einen Beitrag zum Erhalt des stark rückläufigen Steillagenweinbaus leisten, der unsere großen Flusstäler landschaftlich prägt und auch für den Tourismus in Rheinland - Pfalz von großer Bedeutung ist. Jetzt ist der erste Schritt getan. Die Drohne fliegt und ist grundsätzlich für den Rebschutz geeignet“, freut sich die Ministerin.

Mit insgesamt 40.000 Euro fördert das Weinbauministerium in diesem Jahr die Entwicklung der so genannten „Weinbergsdrohne“ für den Einsatz als Pflanzenschutzgerät im Steillagenweinbau. Entwickelt und gebaut wurde die rund drei Meter lange und knapp ein Meter hohe Weinbergsdrohne von einer hessischen Modellbaufirma in Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Hubschrauberpiloten aus dem Hunsrück. Bislang erfolgt die Bekämpfung von Pilzkrankheiten in den schwer zu bearbeitenden und zum teil schwer zugänglichen Steillagenweinbergen an Mosel, Rhein, Saar, Ahr und Nahe überwiegend mit von Piloten gesteuerten Hubschraubern.

Bei den heutigen Demonstrationsflügen in geringer Höhe über einem Weinberg sprühte der ferngesteuerte Kleinhubschrauber mittels einer angebauten Vorrichtung Wasser auf die Reben.

„Wir erwarten im Vergleich zum Großhubschrauber eine höhere Effizienz, vor allem eine deutlich reduzierte Abdrift von Pflanzenschutzmitteln, Vorteile beim Treibstoffverbrauch, weniger Lärmbelastung und eine geringere Unfallgefahr“, fasste die Ministerin ihre Erwartungen zusammen. Bis zur Praxisreife der Weinbergsdrohne sei es allerdings noch ein weiter Weg, betonte sie. So sind noch luftrechtliche Regelungen für einen Routineeinsatz zu erarbeiten, durch Umbau des Kleinhubschraubers die Nutzlast zu erhöhen und die Steuerung der Drohne zu automatisieren. „Der Joystick soll durch eine GPS-basierte Applikationskarte ersetzt werden.

Teilen

Zurück