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Höfken/Spiegel: „Beim Klimaschutz brauchen wir einen Generationenvertrag“

Umweltministerin Ulrike Höfken und Familienministerin Anne Spiegel diskutieren gemeinsam mit Jugendlichen, was es für effizienten Klimaschutz braucht
Logo Jugendklimaforum
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Wie sich jede und jeder Einzelne für einen lebenswerten Planeten einsetzen kann und was dafür Wirtschaft und Politik tun müssen – darüber diskutierten heute zahlreiche Jugendliche mit Klimaschutzexpertinnen und -experten beim Jugendklimaforum in der Alten Lokhalle in Mainz. Ihre Ideen und Forderungen stellten sie dabei auch Umweltministerin Ulrike Höfken sowie Familienministerin Anne Spiegel vor, die beide vom Engagement der jungen Menschen zwischen 14 und 20 Jahren begeistert waren.

„Die Jugendlichen und die Fridays-For-Future-Bewegung haben es geschafft, dass die Forderungen nach mehr Klimaschutz verstärkt Eingang in die öffentliche Debatte gefunden haben. Ihre Forderungen nehme ich gern mit zu den politischen Debatten auf die Weltklimakonferenz in Madrid. Ich hoffe, dass der laute Appell der Jugend an die Politik hilft, dass sich die Staatengemeinschaft klar für den Klimaschutz ausspricht“, sagte Umweltministerin Ulrike Höfken. „Alles andere wäre absolut verantwortungslos – sowohl jetzt als auch gegenüber nachfolgenden Generationen und gegenüber dem gesamten Planeten. Denn auch beim Klimaschutz brauchen wir einen Generationenvertrag.“

Wie dringend der Handlungsbedarf ist und vielfältig die Möglichkeiten sind, zeigte eine Talkrunde mit den beiden Ministerinnen. So wies Jugendministerin Spiegel vor allem auf die jugendpolitischen Aspekte der Klimakrise hin: „Viele Jugendliche sind hoch politisch und beweisen eine große Sensibilität sowie ein großes Verantwortungsbewusstsein für die wichtigen Fragen unserer Zeit wie den Klimawandel. Daher setze ich mich als Ministerin auch dafür ein, dass junge Menschen ihre Stimme in Jugendparlamenten, Jugendforen und bei Jugendveranstaltungen erheben können. Partizipation und Teilhabe gehören zu den Grundprinzipien meiner Jugendpolitik. Und wer sieht, wie tief sich junge Menschen bei der Fridays-For-Future-Bewegung in komplexe Themen wie die Erderwärmung einarbeiten, dem dürfte klar sein, dass die Einführung des Wahlalters 16 längst überfällig ist.“

In verschiedenen Workshops beschäftigten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf dem Jugendklimaforum, wie sie ihre Botschaften in Kampagnen und Filmen verbreiten und was nachhaltiges Kochen bedeutet.

„Wir alle müssen handeln – uns läuft die Zeit davon. In Rheinland-Pfalz haben wir beispielsweise gesetzlich verankert, dass unser Bundesland bis 2050 klimaneutral sein soll. Doch der Anstieg der globalen Durchschnittstemperatur kennt keine Grenzen – wir brauchen weltweit verbindliche Zusagen zum Klimaschutz. Ich hoffe, dass der Appell der Klimaschutzbewegung zu solchen Beschlüssen im Dezember auf der Weltklimakonferenz führt und auch die Bundesregierung endlich für ein effizientes Klimaschutzpaket sorgt“, so die Umweltministerin abschließend.

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