| Sommertour "Natürlich Mitmachen!"

Höfken: Bienwald-Projekt dient Natur und Mensch - Westwallruinen als Biotop und Mahnmal erhalten

"Das ‚Naturschutzgroßprojekt Bienwald‘ zeigt, wie Forst-, und Landwirtschaft, Vermarktung regionaler Produkte und Tourismus mit dem Erhalt unserer Natur und der biologischen Vielfalt zusammen gehen“, sagte Umweltministerin Ulrike Höfken heute bei einer Exkursion im Bienwald anlässlich ihrer Sommertour.
ehemalige Westwallbunker-Anlage im Bienwald

„Im Bienwald entsteht ein einzigartiger Naturraum, in dem Naturschutz und Regionalentwicklung Hand in Hand gehen. Das ‚Naturschutzgroßprojekt Bienwald‘ zeigt, wie Forst-, und Landwirtschaft, Vermarktung regionaler Produkte und Tourismus mit dem Erhalt unserer Natur und der biologischen Vielfalt zusammen gehen“, sagte Umweltministerin Ulrike Höfken heute bei einer Exkursion im Bienwald.

Im Rahmen ihrer diesjährigen Sommertour unter dem Motto „Natürlich Mitmachen!“ ging es per Rad durch die ursprüngliche Landschaft zwischen Pfälzerwald und Rheinauen, durch Wald und Wiesen, trockene Sanddünen und nasse Erlenbruchwälder, Offenland und Streuobstwiesen. Die Tour führte auch entlang der Ruinen des ehemaligen Westwalls, die die Landesregierung als Mahnmal und zugleich als einzigartiges Biotop erhalten will.

Das Bienwald-Projekt startete der damalige Bundesumweltminister Trittin im Jahr 2004 als ein bundesweit bedeutsames Naturerbe. Rund zwölf Millionen Euro aus Bund, Land und den Landkreisen Germersheim und Südliche Weinstraße werden bis 2018 investiert. „Dieses Geld dient dem Naturschutz und kommt dabei auch der Region zugute“, so Ministerin Höfken. Naturerlebnispfade werden eingerichtet, Wander-, Rad- und Reitwege werden auf die Naturschutzerfordernisse abgestimmt. Landrätin Theresia Riedmaier (Landkreis Südliche Weinstraße) und Landrat Fritz Brechtel (Landkreis Germersheim) betonten die Dialogbereitschaft aller Akteure, die es ständig zu erneuen gelte. Im Bienwald werde Naturschutz mit und für die Menschen gemacht.

Der Bienwald ist auf deutscher Seite das größte zusammenhängende Waldgebiet der Oberrheinischen Tiefebene. „Eine einmalige Landschaft voller Vielfalt und Heimat seltener Tiere und Pflanzen – von der Wildkatze bis zu Orchideen – wird hier geschützt“, beschreibt die Ministerin. An verschiedenen Stationen konnten sich die Exkursions-Teilnehmer bei Forst-, Naturschutz- und Projektmitarbeitern sowie kommunalen Vertretern über die Fortschritte des Projektes überzeugen.

Ein Teilstück der Radtour führte entlang der Bunkerruinen des ehemaligen Westwalls. Die Ruinen des Westwalls haben sich in den vergangenen Jahrzehnten zum Lebensraum für seltene Tier- und Pflanzenarten wie Fledermäuse, Wildkatzen und Eidechsen entwickelt. Die Landesregierung will die Ruinen als einzigartigen Biotopverbund bewahren und entwickeln und gleichzeitig Mahnmal gegen Krieg und die NS-Verbrechen erhalten. Mit einer Stiftung „Grüner Wall im Westen“ sollen die Aufgabe der Verkehrssicherung der Anlagen in Einklang gebracht werden, mit den Aufgaben der Erinnerung, des Denkmalschutzes und des Naturschutzes.

Bilder von der Sommertour 2014 finden Sie in der <link internal-link wird im gleichen browserfenster>Bildergalerie der Mediathek

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