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Elektro- und Elektronikaltgeräte

Der Bereich der Elektro- und Elektronikgeräte ist einer der am schnellsten wachsenden Märkte in der westlichen Welt. Heute gibt es kaum noch Lebensbereiche, in die Elektro- und Elektronikgeräte nicht Einzug gehalten haben. So wächst auch der Abfallberg aus diesem Bereich dreimal schneller als der Berg der übrigen kommunalen Abfälle.

Der Stoffstrom der Elektro- und Elektronikaltgeräte besteht aus einer komplexen Mischung von Werkstoffen und Bauteilen. Sie enthalten eine Reihe von Wertstoffen (wie Kupfer, Silber, Gold und seltene Erden), die zurückgewonnen und im Kreislauf geführt werden können. Hierdurch können Primärrohstoffe ersetzt und damit ein bedeutender Beitrag zur Ressourceneffizienz und zum Umweltschutz geleistet werden.

Gleichzeitig können Elektro- und Elektronikgeräte auch eine Vielzahl von umweltschädlichen Stoffen, wie zum Beispiel Blei, Quecksilber, Cadmium und Flammschutzmittel enthalten, die bei einer nicht sachgemäßen Entsorgung Umwelt- und Gesundheitsprobleme verursachen können. So ist ein großer Teil der Schadstoffe in kommunalen Abfällen auf die darin enthaltenen Elektro- und Elektronikaltgeräte zurückzuführen.

Verbesserte Recyclingmethoden für Altgeräte tragen deshalb entscheidend zur Umweltentlastung und zur Einsparung von Ressourcen bei. 2018 wurden deutschlandweit rund 2.4 Millionen Tonnen Elektrogeräte In Verkehr gebracht. Die Gesamtsammelmenge an Altgeräten betrug rund 854.000 Tonnen. Nach Angaben des Umweltbundesamts betrug im Jahr 2018 die Sammelmenge an Elektroaltgeräten aus privaten Haushalten pro Einwohner 9,31 Kilogramm (792.934 Tonnen). Das Umweltbundesamt gibt für 2018 die Gesamtverwertungsquote der Altgeräte aus privaten Haushalten mit 96,8 Prozent an. Die Quote für die Wiederverwendung und das Recycling wird in dem genannten Zeitraum mit 88,6 Prozent angegeben (siehe auch UBA-Texte 28/2013).