Untersuchung der Schäden an Wasserinfrastruktur in der Katastrophenregion von Rheinland-Pfalz startet

Spiegel: „Mit umfassender Bestandsaufnahme die Basis für den Wiederaufbau schaffen“ / Umweltministerin verschafft sich Überblick über die Schäden an der Kläranlage Sinzig.

Nach den verheerenden Starkregenereignissen und Überschwemmungen beginnen Fachleute am Donnerstag mit der Schadenserhebung an den wasserwirtschaftlichen Einrichtungen in den Landkreisen Ahrweiler, Bitburg-Prüm, Vulkaneifel und Trier-Saarburg. Im Auftrag des Landes verschaffen sich die Expertinnen und Experten der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord einen Überblick über die Zerstörungen und Schäden an Kläranlagen, Abwasserkanälen, Anlagen und Leitungen der Wasserversorgung sowie an Hochbehältern. 

Ein eigenes Team der SGD Nord erhebt derzeit schon das Schadensausmaß an den Pegelanlagen des Landes, die durch die Flut beschädigt oder zerstört wurden.
 
„Die Extremwetterkatastrophe hat unfassbares Leid bei den Menschen in den vom Hochwasser betroffenen Gebieten hinterlassen. Auch haben die Wassermassen vor Ort dramatische Zerstörungen und Schäden auch an der wasserwirtschaftlichen Infrastruktur verursacht, deren genaues Ausmaß wir bislang noch nicht kennen. Umso wichtiger ist es, dass wir uns sobald als möglich ein klares Bild über die Lage verschaffen. Schon allein deshalb, damit wir den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern sowie Kommunen schnell und effektiv beim Wiederaufbau helfen können. Auch brauchen wir die Schadenserhebung, um die dringend notwendige finanzielle Unterstützung des Bundes abrufen zu können. Gleichzeitig dienen uns diese Erkenntnisse der Verbesserung der Vorsorge in der Zukunft: Welche Vorsorgemaßnahmen haben gewirkt, und wo müssen wir noch besser werden“, sagte Klimaschutzministerin Anne Spiegel. Sie wird sich am morgigen Donnerstag einen Überblick über die Schäden an der Kläranlage in Sinzig verschaffen.

Für die Erhebung werden unter anderem Satellitenaufnahmen und Luftbilder genutzt, die Anlagen vor Ort besichtigt. Die Erfassung der Daten erfolgt in enger Kooperation mit den Kommunen vor Ort. Auf Grundlage der Datenerhebung können die Kommunen mit der Beseitigung oder Reparatur der Schäden beginnen und schnellstmöglich Anträge zur finanziellen Förderung beim Klimaschutzministerium stellen.