Spiegel: „Klimaneutraler Wasserstoff ist ein wichtiger Schlüssel zur Erreichung unserer Klimaschutzziele“

Auftaktveranstaltung des Klimaschutz- und Energieministeriums für Wasserstoffstudie mit Roadmap Rheinland-Pfalz.

„Klimaneutraler Wasserstoff sichert eine klimaverträgliche Energieversorgung und dekarbonisiert unsere Wirtschaft. Er setzt zudem wichtige Impulse für Forschung und Innovation. Als Energieträger, zur Energiespeicherung sowie als Rohstoff ist er vielfältig einsetzbar. Deshalb ist klimaneutraler Wasserstoff eine Schlüsselkomponente für die Erreichung unserer Klimaschutzziele“, sagte Klimaschutz- und Energieministerin Anne Spiegel anlässlich der projektinternen Auftaktveranstaltung zur Wasserstoffstudie mit Roadmap Rheinland-Pfalz.

Das Klimaschutzministerium hat ein Projekt-Konsortium unter Leitung der Firma umlaut energy GmbH aus Aachen mit der Erstellung einer Wasserstoffstudie mit Roadmap Rheinland-Pfalz beauftragt. Dies erfolgte in Abstimmung mit dem Wirtschafts- und dem Wissenschaftsministerium, die auch eng in die fachliche Begleitung der Studie eingebunden sind. Mit der Studie sollen die rheinland-pfälzische Wasserstoffstrategie bis 2040 sowie konkrete Maßnahmen zum Aufbau einer nachhaltigen Wasserstoffwirtschaft entwickelt werden. Mittels Modellierung und unter Einbeziehung der politischen, wissenschaftsbezogenen, wirtschaftlichen und geographischen Rahmenbedingungen soll die Studie Aufschluss über künftige Entwicklungsmöglichkeiten geben und realistische Ausbaupfade einer nachhaltigen Wasserstoffwirtschaft in Aussicht stellen. „Wir wollen Rheinland-Pfalz zu einer Modellregion für klimaneutralen Wasserstoff weiterentwickeln und so die Zukunfts- und Wettbewerbsfähigkeit unseres Bundeslandes und der Unternehmen am Standort mit dem Klimaschutz verbinden. Als Grundlage für die Ausschöpfung dieses großen Potenzials dient die Wasserstoffstudie mit Umsetzungs-Roadmap für Rheinland-Pfalz. Denn: Die optimale Wasserstoffstrategie sieht für jedes Land unterschiedlich aus“, erläuterte Spiegel weiter.

Deshalb sei es umso wichtiger, die lokalen Randbedingungen und Bedürfnisse, wie beispielsweise die hohe punktuelle Wasserstoffnachfrage in der chemischen Industrie genauestens zu analysieren. Mit der zentralen Lage in Deutschland, der Grenze zu Belgien und dem Rhein als natürlichem Transportweg könnte Rheinland-Pfalz zudem die Position als ein zentraler Wasserstoffverteilungsknoten für Deutschland einnehmen, berichtete der Projektleiter der Wasserstoffstudie, Dr. Martin Robinius von umlaut energy. Die frühzeitige Etablierung einer nachhaltigen Wasserstoffwirtschaft in Rheinland-Pfalz ist mit erheblichen Potenzialen für die regionale Wertschöpfung von klimaneutralem Wasserstoff aus heimischen regenerativen Energiequellen verbunden. Daher sollen auch die Unternehmen, Verbände und Kommunen bei der Erstellung der Studie eingebunden werden.

Hintergrund:

Die Wasserstoffstudie mit Roadmap Rheinland-Pfalz soll den Ist-Zustand der Wasserstofferzeugung und -nutzung in der Energiewirtschaft, im Verkehrssektor, der Industrie sowie der Forschung und Entwicklung im Land analysieren. Zudem werden wesentliche Entwicklungspotenziale einer nachhaltigen Wasserstoffwirtschaft ermittelt, realistische Ausbauziele gesetzt und über die Roadmap ein praxisbezogener Umsetzungspfad für Rheinland-Pfalz aufgezeigt. Gleichzeitig werden die erforderlichen energierechtlichen Neuregelungen ermittelt. Bei der Durchführung der Studie wird die umlaut energy GmbH von der EMCEL GmbH, der Energy Transition GmbH, dem Forschungszentrum Jülich (IEK-3), Karpenstein Longo Nübel Rechtsanwälte Partnerschaft mbB, dem Kompetenzzentrum Brennstoffzelle Rheinland-Pfalz und der BKE-Consulting unterstützt.