Katrin Eder: „Selbstverständliches muss nicht selbstverständlich bleiben“

Inbetriebnahme und Einweihung Interkommunales Projekt der VG Traben-Trarbach im Verbund mit dem Zweckverband Wasserversorgung Eifel-Mosel, Versorgungsleitungen Alftal-Kröver Berg mit Sanierung / Neubau von Bauwerken zur Modernisierung der überörtlichen Wasserversorgung und Erhöhung der Versorgungssicherheit

„Der einsetzende Klimawandel hat auch in Rheinland-Pfalz Auswirkungen auf die Grundwasserneubildung, das Grundwasserdargebot und somit auf die öffentliche Wasserversorgung“, erklärt Umweltministerin Katrin Eder bei ihrem Besuch des „Interkommunalen Projekts der VG Traben-Trarbach mit dem Zweckverband Wasserversorgung Eifel-Mosel (ZWEM)“ mit Sitz in Wittlich. „Wasser ist für die meisten etwas Selbstverständliches. Wir befinden uns aber an einem Punkt, an dem Selbstverständliches nicht mehr selbstverständlich bleibt.“

Um die Versorgungssicherheit mit Trink- und Löschwasser zu erhöhen, ist es deswegen das erklärte Ziel der Wasserwirtschaft in RLP größere Versorgungsverbünde zu schaffen, um im Bedarfs- und Notfall eine gegenseitige Belieferung mit dem wichtigsten Lebensmittel zu ermöglichen. „Die öffentliche Wasserversorgung endet nicht an einer Verbandsgemeinde- oder Landkreisgrenze. Sie kann sogar länderübergreifend stattfinden“, lobte die Klimaschutzministerin das Interkommunale Projekt.

Ehemals getrennte Gewinnungs- und Wasserversorgungsgebiete ermöglichen nun durch eine umfassende Neustrukturierung und Modernisierung der überörtlichen Wasserversorgung eine gegenseitige Belieferung mit Trinkwasser. „Dieses Projekt ist aktuell eines der größten Wasserversorgungsprojekte und stärkt die Versorgungssicherheit der Bürgerinnen und Bürgern in diesem Gebiet mit Trinkwasser enorm. Rheinland-Pfalz reagiert damit auf die Folgen des Klimawandels“, unterstrich Eder die Bedeutung des Zusammenschlusses.

Parallel dazu konnten die Klimaschutzziele zur Energieeinsparung und Energieerzeugung für den Bereich der öffentlichen Wasserversorgung (PV-Anlagen auf Wasserversorgungsanlagen wie z.B. dem Pumpwerk Bengel) umgesetzt und die Ausfallsicherheit der Wasserversorgung als kritische Infrastruktur durch die Anschaffung leistungsfähiger Notstromaggregate erhöht werden.

Zur Realisierung des Projektes waren eine Reihe von Einzelbaumaßnahmen erforderlich, die insgesamt ein Investitionsvolumen von fast 20 Millionen Euro erforderten. Diese Maßnahmen wurden vom Klimaschutzministerium mit Fördermitteln in Höhe von 12,5 Mio. € unterstützt.

Der Baubeginn wasserwirtschaftlich bedeutender Infrastrukturmaßnahmen wie des Pumpwerkes Bengel (neu) und des Hochbehälters Kröver Berg (neu) erfolgte im August 2019. „Die Arbeiten wurden durch regionale Fachfirmen nach mehreren öffentlichen Ausschreibungsrunden vergeben und durchgeführt, sodass dadurch auch ein wesentlicher Beitrag zur Stärkung der heimischen Wirtschaft und Wertschöpfung vor Ort erzielt wurde - aus der Region, für die Region“, erklärte Eder.

Darüber hinaus entschied man sich beim Bau des Pumpwerkes Bengel (neu) für den Bau einer Halle in Holzrahmenbauwiese. Als Werkstoff konnte auf heimisches Holz, als nachwachsender Rohstoff, zurückgegriffen werden und somit ein weiterer aktiver Beitrag zum Klimaschutz geleistet werden.