Katrin Eder: „Brauchen kompetente Forstleute für den Wald und Handwerkerinnen und Handwerker, die langlebige Produkte aus Holz herstellen“

Klimaschutzministerin besucht Nachwuchsinitiative „Handwerk trifft Forst“ / Landesforsten und Handwerkskammer der Pfalz beschließen Kooperation

„Holz ist ein vielseitiger und klimaschonender Rohstoff. Er bindet CO2 und hinterlässt keinen problematischen Müll. Es ist wichtig, dass wir kompetente Forstleute haben, die sich um den Wald kümmern und gute Handwerkerinnen und Handwerker, die aus dem Holz langlebige Produkte herstellen“, so Klimaschutzministerin Katrin Eder am heutigen Freitag am Forstamt Kaiserslautern. Dort stellten Jugendliche ihre Ferien-Projektarbeiten vor, die sie in den vergangenen Tagen erstellt haben. Das Ferien-Programm ist Teil der Nachwuchsinitiative „Handwerk trifft Forst“, das im Jahr 2020 auf Initiative der Handwerkskammer der Pfalz gemeinsam mit dem Forstamt Kaiserslautern entstand. Dabei können sich Jugendliche engagieren und bezüglich ihrer handwerklichen Fähigkeiten ausprobieren sowie hautnah Einblicke in die Forstwirtschaft und den Umgang mit dem Werkstoff Holz gewinnen. Angeleitet werden die Jugendlichen dabei gemeinsam von einem Forstwirtschaftsmeister und dessen Auszubildenden sowie einem Handwerksmeister der Kammer. Künftig sollen auch in weiteren Ausbildungsforstämtern Projekte im Wald sowie in den Werkstätten der Handwerkskammer der Pfalz angeboten werden. Um die Zusammenarbeit zu besiegeln und auch in den künftigen Jahren entsprechende Ferienprogramme anzubieten, unterzeichneten die Zentralstelle der Forstverwaltung und die Handwerkskammer der Pfalz einen Kooperationsvertrag.

Am Standort Kaiserslautern wurden in den Jahren 2020 und 2021 zwei Projekte erfolgreich umgesetzt: die Erneuerung eines Barfußpfades sowie die Errichtung eines Lebensturms.

Das diesjährige Projekt beschäftigte sich mit der Anlage einer Benjes-Hecke. Dabei werden vor allem dünnere Gehölzschnitte, wie Äste und Zweige, linienhaft locker abgelegt. Durch Samenanflug oder Initialpflanzungen entstehen daraus allmählich neue artenreiche Hecken. Der Name „Benjes-Hecke“ geht zurück auf den deutschen Landschaftsgärtner, Naturfotograf und Schriftsteller Hermann Benjes, der bereits Ende der 1980er Jahre dieses Verfahren beschrieb. 

„Selbst wenn die Jugendlichen merken, dass sie eher einen anderen Beruf erlernen möchten, vermitteln Projekte wie dieses die Wertschätzung gegenüber dem Lebensraum Wald und wecken gleichzeitig Freude an handwerklicher Arbeit. Sie können damit einen Grundstein für einen achtsamen Umgang mit der Natur und dem wertvollen Rohstoff Holz legen“, so Klimaschutzministerin Eder.