Höfken: „Von klein auf einen gesunden Ernährungs- und Lebensstil erlernen“

Ernährungsministerin besucht vorbildliche Konsultationskindertagesstätte in Lasel

„Das was die Kleinsten während ihrer Kita-Zeit lernen, wird bis ins Erwachsenenalter beibehalten und kann somit nachhaltig wirken. Aus diesem Grund ist es mir sehr wichtig, dass Kinder von klein auf einen gesunden Ernährungs- und Lebensstil erlernen“, sagte Ernährungsministerin Ulrike Höfken heute beim Besuch der Kindertagesstätte in Lasel. Ministerin Höfken war begeistert von dem Engagement der Kita und deren Träger und informierte sich über die Konsultationsarbeit zum Schwerpunkt „Mit Kindern die Natur erleben – Bildung für nachhaltige Entwicklung“. Die Kita vermittelt den Kindern spielerisch und interaktiv einen bewussten Umgang mit Themen wie Umwelt, Energie, Wasser und Lebensmitteln.
 
Konsultationskitas als Vorbilder

Die Kita in Lasel ist eine von neun Konsultationskindertagesstätten in Rheinland-Pfalz, die für drei Jahre mit jährlich bis zu 15.000 Euro vom Land gefördert werden. Konsultationskitas dienen als Vorbild für andere Einrichtungen. Die Konsultationsangebote reichen von Hospitationen, Fachgesprächen, Workshops, bis hin zu Teamberatung und Teambegleitung. Sie sind sehr vielfältig und orientieren sich an den individuellen Bedürfnissen der interessierten Fachkräfte aus Kita, Schule und Verwaltung. „Konsultationskitas bieten somit fundierte Einblicke in die Umsetzung eines konkreten pädagogischen Schwerpunktes, wie beispielsweise eine gesunde Verpflegung in Kitas unter Alltagsbedingungen. Auf Basis dessen können andere Einrichtungen ihre eigenen Konzepte entwickeln. So wird eine optimale Verknüpfung von Theorie und Praxis ermöglicht“, erklärte Höfken und dankte der Einrichtungsleiterin und ihrem Team für ihre vorbildliche Arbeit in der Ernährungsbildung.

Ein gesundes Mittagessen für alle Kinder im Land

Die Sensibilisierung für eine gesunde Ernährung der Kinder und Jugendlichen in Kitas und Schulen ist einer der Schwerpunkte der rheinland-pfälzischen Ernährungspolitik. „Durch die ganztägige Betreuung nimmt der Einfluss von Kindertageseinrichtungen auf die Verpflegung und Essgewohnheiten immer mehr zu. Umso wichtiger ist es, die Anstrengungen in der Ernährungsbildung und beim Angebot einer gesunden und ausgewogenen Kitaverpflegung zu verstetigen, um Übergewicht und Adipositas sowie Folgekrankheiten zu verringern“, so Höfken und betonte: „Die Lage ist ernst: Jedes zehnte Kind in Rheinland-Pfalz ist bereits bei der Schuleingangsuntersuchung übergewichtig oder adipös.“ 
„Unser Ziel ist klar: Jedes Kind in Rheinland-Pfalz soll in der Kita und in der Schule ein ausgewogenes Mittagessen erhalten. Wir unterstützen die Einrichtungen dabei, ihr Verpflegungsangebot schrittweise an die Qualitätsstandards der ‚Deutschen Gesellschaft für Ernährung‘ anzupassen“, sagte die Ministerin. Empfohlen werden Mahlzeiten, die überwiegend aus pflanzlichen, gering verarbeiteten, saisonal und frisch zubereiteten Lebensmitteln aus ökologischem und regionalem Anbau bestehen.

„Rheinland-Pfalz isst besser“

Bereits seit 2013 arbeitet das Ministerium für Ernährung mit der Initiative „Rheinland-Pfalz isst besser“ daran, die Gemeinschaftsverpflegung in Kitas und Schulen nachhaltig weiterzuentwickeln. Die Initiative umfasst inzwischen mehr als 20 Projekte wie dem EU-Schulprogramm oder dem Qualifizierungsprozess. „Wir wollen das Programm noch weiter ausbauen und damit den Anreiz für Kitas und Schulen erhöhen, daran teilzunehmen“, so Höfken abschließend. 

Informationen zu den Angeboten des Ernährungsministeriums sind im Booklet „Gutes Essen für alle“ abrufbar unter: https://mueef.rlp.de/fileadmin/mulewf/Publikationen/Gutes_Essen_fuer_Alle_web.pdf