Höfken: „Artenschutz ist Klimaschutz“

Umweltministerin Ulrike Höfken ruft zum UN-Tag des Artenschutzes am 3. März für mehr Grün in den Kommunen auf

„Das Artensterben ist auch direkt vor unserer Haustür im Gange. Daher müssen wir auch vor Ort handeln, um die Artenvielfalt zu schützen“, sagt Umweltministerin Ulrike Höfken. Viele Arten sind bedroht, da ihnen Lebensraum und Nahrung fehlen. So sind in Rheinland-Pfalz rund die Hälfte der Bienen und der Brutvögel vom Aussterben bedroht.

Vom Artenschutz profitieren, so Höfken, Mensch und Umwelt: „Jedes Bisschen Grün bindet das Treibhausgas CO2, spendet Sauerstoff, sorgt für saubere Luft und kühlt die Umgebungstemperatur. Das kann jeder direkt spüren, wenn man sich an einem heißen Tag auf einer Grün- statt auf einer Betonfläche aufhält“, so die Umweltministerin. „Das bedeutet konkret: Klimaschutz ist auch Artenschutz.“
Anlässlich des UN-Tages des Artenschutzes ruft Höfken alle Städte und Gemeinden dazu auf, sich für mehr Grün und somit für mehr Arten- und Klimaschutz auf ihren Flächen einzusetzen.

Dazu können schon kleine Maßnahmen eine große Wirkung haben. Als Beispiel nennt die Umweltministerin die Begrünung vieler sogenannter „Eh-da-Flächen“. Dies sind Flächen in Ortschaften, die zunächst keinen besonderen Nutzen haben, wie etwa Straßenränder. Mit standortgeeigneten Pflanzen können diese nicht nur für Nahrung von Insekten sorgen, sondern auch das Ortsbild ansprechend gestalten. Die Umrüstung von Straßenlaternen auf klimafreundliche LED-Lampen spare zum einen Energie und wirke zum anderen insektenfreundlich, da Insekten bei herkömmlichen Lampen vom Licht angezogen werden und so oft an den Leuchtmitteln verbrennen. Der Verzicht auf chemisch-synthetische Pestizide und Kunstdünger auf gemeindeeignen Flächen sorge ebenfalls für mehr Artenvielfalt. „Städte und Gemeinden haben einen großen Handlungsspielraum, wie sie für mehr Arten- und Klimaschutz sorgen können. Ein wichtiges Instrument dafür sind ihre Bebauungspläne. Hier können sie beispielsweise verbindlich festlegen, dass Neubauten mit klimafreundlichen Photovoltaik-Anlagen ausgestattet sein müssen. Außerdem können sie bestimmen, dass Schottergärten der Vergangenheit angehören“, so Höfken.

Dabei lässt das Land die Kommunen nicht allein. Mit dem Landesprogramm „Aktion Grün“ fördert das Umweltministerium Projekte zum Schutz der Arten. Höfken sagt: „Wir unterstützen das Engagement der Kommunen vor Ort ideell und finanziell.“ So habe man landesweit seit 2017 rund 90 Projekte unterstützt, darunter Aktivitäten zum Schutz bedrohter heimischer Arten wie Fledermäuse oder Wildbienen, aber auch Umweltbildung und Beweidungsmaßnahmen.“

Weitere Infos und Förderanträge zur Aktion Grün gibt es hier: https://aktion-gruen.de/service/downloads/