Förderprogramm für gesundheitsfördernde und nachhaltige Gemeinschaftsverpflegung gestartet

Spiegel: „Eine gesunde und nachhaltige Ernährung ist wichtig und hilft dem Klima“ / Förderung von bis zu 5.500 Euro möglich.

Unsere täglichen Ernährungs- und Essgewohnheiten beeinflussen unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden. Um Fehlernährung vorzubeugen, ist es von besonderer Bedeutung, die Gemeinschaftsverpflegung nachhaltig und gesundheitsfördernd auszurichten und Ernährungskompetenzen von klein auf in den Bildungseinrichtungen zu stärken. „Deshalb fördern wir als Klimaschutz- und Ernährungsministerium über unser neues Programm die Optimierung einer gesundheitlichen und nachhaltigen Gemeinschaftsverpflegung in Kindertageseinrichtungen, Schulen und Mensen in Rheinland-Pfalz. Von einer nachhaltigen Ernährung profitiert neben den Einzelnen auch die Gesellschaft, denn sie schützt unser Klima“, sagte Klimaschutz- und Ernährungsministerin Anne Spiegel.

Kitas und Schulen können durch das Programm für vielfältige Maßnahmen zur Ausstattung und Gestaltung von Speiseräumen, wie etwa eine Salatbar oder schallisolierende Gestaltungselemente, Ernährungsbildung, Qualifizierung des Personals sowie Zertifizierung der Einrichtung durch die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) einmalig eine finanzielle Förderung von bis zu 5.500 Euro pro Einrichtung beim Klimaschutzministerium beantragen. Für Mensen ist eine einmalige Förderung mit bis zu 500 Euro pro Einrichtung für eine Qualifizierungs-, Sensibilisierungs- und/oder Zertifizierungsmaßnahme, insbesondere DGE- und/oder Bio-Zertifizierung zur Optimierung der Verpflegung möglich. „Wir setzen uns dafür ein, dass alle Kinder und Jugendliche ein ausgewogenes Mittagessen aus gering verarbeiteten und saisonal frisch zubereiteten Lebensmitteln aus ökologischem und regionalem Anbau erhalten“, betonte Spiegel und erklärte: „Daher appelliere ich an alle Kindertageseinrichtungen, Schulen und Mensen von unserer Förderung Gebrauch zu machen.“

Die Verwaltungsvorschrift des Förderprogramms etabliert konkrete Maßnahmen und verfolgt das Ziel, das Verpflegungsangebot, die Essatmosphäre und die Ernährungsbildung anhand eines Verpflegungskonzeptes gezielt zu entwickeln und in den Strukturen der Kitas, Schulen und Mensen fest zu verankern. Als Orientierungsmaßstab dient in erster Linie der jeweilige Qualitätsstandard der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE) für die Verpflegung in Kitas und Schulen, der allen Verpflegungsverantwortlichen aufzeigt, wie Mahlzeiten individuelle Bedürfnisse berücksichtigen und schmackhaft, aber auch gleichzeitig gesundheitsfördernd und ökologisch nachhaltig sein können. Die Vernetzungsstelle Kita- und Schulverpflegung Rheinland-Pfalz unterstützt die Bildungseinrichtungen beim Aufbau und der Umsetzung eines individuellen Verpflegungskonzeptes.

Hintergrund:

Mit Unterstützung der Landesinitiative „Rheinland-Pfalz isst besser“ hat neben der Optimierung des Kita- und Schulessens auch die Ernährungsbildung in Rheinland-Pfalz einen hohen und flankierenden Stellenwert. Um das Angebot an biologischen Lebensmitteln aus der Region auszubauen und mehr Einrichtungen der Gemeinschaftsverpflegung für die Verwendung von Bio-Lebensmitteln zu gewinnen, unterstützt die Landesregierung den ökologischen Landbau und seine Weiterentwicklung entlang der gesamten Wertschöpfungskette über verschiedene Ansätze mit Fördermitteln und den Maßnahmen des Öko-Aktionsplans. 

Weitere Informationen zum Programm sind abrufbar unter https://mkuem.rlp.de/de/themen/ernaehrung/verpflegung-gesund-und-nachhaltig