Eder: „Phosphorreduktion steigert Gewässergüte der Sieg“

Klimaschutzministerium fördert Modernisierung der Kläranlage Wallmenroth/Muhlau mit 185.300 Euro.

Um die Phosphoreinträge in die Sieg weiter zu verringern, wird die Verfahrenstechnik auf der Kläranlage Wallmenroth/Muhlau von einer Einpunkt- auf eine Zweipunktfällung umgestellt. Hierfür stellt das rheinland-pfälzische Klimaschutzministerium der Verbandsgemeinde Betzdorf-Gebhardshain 185.300 Euro zur Verfügung.

Bei dem angewandten physikalisch-chemischen Verfahren, der sogenannten Phosphatfällung, werden dem Abwasser Fällmittel, in der Regel Eisen- oder Aluminiumsalze, beigefügt. Diese reagieren mit dem im Wasser gelösten Phosphor und bilden feste, unlösliche Verbindungen, die mit dem Klärschlamm abgetrennt werden.

„Mit der jetzt installierten neuen Klärtechnik wird ein sehr hoher Reinigungsgrad des Abwassers erreicht, der den bisherigen noch übertrifft. Dadurch kann die Einleitung des Nährstoffes Phosphor in das Gewässer dauerhaft weiter reduziert, das übermäßige Wachstum von Algen mit negativen Auswirkungen auf den Sauerstoffgehalt im Gewässer deutlich gebremst und somit die Gewässergüte der Sieg maßgeblich verbessert werden", sagte Klimaschutzministerin Katrin Eder.